Erfahrungsberichte
Essprobleme wie Esssucht – Binge-Eating – Essanfälle – Übergewicht – Adipositas
Erfahrungsberichte
Mit Beginn der Bewegungstherapie kam etwas Neues, Unbekanntes auf mich zu. Bald merkte ich, dass mir dieser Ansatz half, mich besser kennen zu lernen und den Fokus auf die Körperebene zu legen, welche ich so viele Jahre vernachlässigt hatte. («Ich bin ein Kopfmensch», «Ich spüre mich oft nicht», «Es fällt mir schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen»)
Seit meiner Jugendjahre litt ich unter Gewichtsproblemen und befand mich in der zermürbenden Dynamik zwischen fehlgeschlagenen Diäten, erfolglosen Versuchen mit übermässigem Training und/oder erneuten Rückschlägen, Überessen als Stressbewältigung etc. Ich lernte in der Bewegungsanalyse, die Wahrnehmung für meine Bedürfnisse zu stärken und den Zugang zu Gefühlen und meiner Befindlichkeit nicht nur zu ermöglichen, sondern auch angemessen Raum dafür zu schaffen. Besonders wertvoll war für mich die Erfahrung, dass ich durch das entspannte und spielerische Ausprobieren während der Sitzungen viel über mich und meine Themen im Alltag lernte. Was mich belastet und nervt, aber auch was mir hilft und mich ermutigt.
Mittlerweile weiss ich, dass es um viel mehr geht als um das Essen, oder dessen Beeinflussung und Regulierung. Es geht darum, mit sich selber in Verbindung zu stehen und den eigenen Impulsen / Interessen immer wieder bewusst und aktiv Ausdruck zu verleihen. Sei dies familiär, im Freundeskreis oder an der Arbeit.
Ich kann es nur empfehlen, sich auf diese Reise zu sich selbst zu begeben. Und ich danke Frau Hürlimann von Herzen!
Die Therapie hat mir unglaublich geholfen. Ich bin selbst überrascht, wie schnell ich typische Symptome meiner Essstörung hinter mir lassen konnte. Besonders wertvoll fand ich die freie Gestaltung in der Lösungsfindung: Es wurden mir keine fertigen Antworten vorgegeben, sondern ich wurde dazu ermutigt, meine eigenen Wege zu entdecken. Dadurch habe ich Lösungen gefunden, die wirklich zu mir passen und die ich langfristig anwenden kann. Im Laufe der gemeinsamen Arbeit habe ich verstanden, weshalb ich überhaupt in die Bulimie hineingeraten bin – welche Muster, Gedanken und Belastungen dahintersteckten. Dieses Verstehen war ein entscheidender Schritt, um die Krankheit hinter mir lassen zu können. Gleichzeitig bin ich mir bewusst geworden, wo es noch Baustellen gibt, an denen ich weiterarbeiten darf, und habe das Vertrauen gewonnen, dass ich auch diese meistern kann. Besonders berührt hat mich, wie Frau Hürlimann mir immer wieder Mut zugesprochen hat – gerade in Momenten, in denen ich selbst keinen Mut mehr hatte. Sie ist für mich eine echte Hoffnungsträgerin, und ich bin sehr dankbar, bei ihr in Therapie gewesen zu sein.
„Bevor ich Frau Hürlimann kennengelernt hatte, fühlte ich mich wie in einer Sackgasse gefangen, ohne jegliche Perspektive je ein Leben führen zu können, in dem Ernährung und Bewegung nicht rund um die Uhr mein Leben bestimmt.
In der Therapie habe ich unglaublich viel über mich und meine Beziehung zum Essen gelernt. Ich habe angefangen mich selber zu verstehen, mein Verhalten zu reflektieren, aber auch in vielen Bereichen mich selber, so wie ich bin, mit all meinen Ecken und Kanten, zu akzeptieren. Ich lebe nun viel bewusster, sei es im Umgang mit Essen und Bewegung, aber auch im gesamten mit mir als Person.“
«Das Bewegen hat mir geholfen, überhaupt wieder bei mir selbst anzukommen. Im Alltag gab es keinen Raum mehr für mich. Ich fühlte mich wie ferngesteuert, der ganze Tag war angefüllt von ‚ich sollte‘. Zunächst spürte ich Angst, dass ich es nicht aushalte ‚nichts zu tun‘. Langsam merkte ich, wie sehr ich mein Leben nach dem ausrichte, was andere erwarten. Ich wusste gar nicht, was ich eigentlich will, jetzt bin ich auf dem Weg dies zu erkennen.»
«Nach diesen ersten 5 Sitzungen hat sich schon vieles verändert. Ich bin gelassener und habe gelernt, mich besser zu akzeptieren, auch wenn ich mich nicht gut fühle. Ich esse zwar noch immer zu viel, weil ich Lust auf Essen habe, aber unkontrolliertes Frust-Essen hat aufgehört. Ich realisiere zunehmend, dass ich nicht wirklich zufrieden bin, oft nicht weiss, was ich mit mir anfangen soll. Aber es hilft mir sehr, hier darüber reden zu können und im Alltag gezielt Dinge zu suchen die mir guttun. Zum Beispiel langsam Spazieren, so wie es mir gerade gefällt und den Vögeln zuhören, oder mich auf eine Bank setzen.»
